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Das Leben auf der Strasse

Unsere Situation zur Zeit:
Eine Absteige im Nirgendwo. Bundaberg.
Was wir durchgemacht haben:
Linksverkehr ueberlebt. An Autobahnen uebernachtet. Farmarbeit. Schlechte Buecherlaeden angeschaut. So einiges mehr.
Inzwischen haben wir saemtliche Campingutensilien zusammen und auch einige Naechte im australischen Land ueberlebt, in denen uns kein Hostel schuetzte.
Die erste Nacht verbrachten wir mit Smirnoff, billigem Bier und Schlaflosigkeit im Auto. Auf irgendeinem Parkplatz an der Steve Irwin Road. Was bedeutete, dass wir am naechsten Morgen im Australia Zoo waren. Da haben wir Kaenguruhs, Koalas und Wombats gefuettert und gestreichelt. Neidisch?
An jenem Abend verfuhren wir uns schrecklich und verbrachten die Nacht an einem maerlischen See neben der Autobahn. Und es war kalt und nass. In Australien. Hm. Haben wir irgendwas falsch gemacht?
Wer Spass an Routen hat, kann sich jetzt eine Karte schnappen, Brisbane an der Ostkueste und ein Stueck weiter oben Bundaberg suchen. Und eine Linie ziehen. Aber derjenige sollte nicht vergessen, die Schleife, die wir einmal rings um Woodford gezogen haben, einzuzeichnen.
Ansonsten haben wir unseren ersten Arbeitstag gut ueberlebt. Ich hatte die Ehre, Bucket Boy zu sein und vier Stunden Eimer von den Pickern entgegenzunehmen und diese auszukippen. Da ich anstrengende Arbeit gewohnt bin, war das kaum ein Problem fuer mich.
Am Samstag zieht es uns wieder weg von hier, das Hostel ist doch eines der uebleren Sorte. Das Klo muss man sich mit Kakerlaken teilen und Daniel hat Wanzen im Bett. Hm. Nunja. Hinzu kommt der unfreundliche Besitzer. Aber zumindest leben wir noch und fliessendes Wasser ist nie verkehrt.
Natuerlich koennte ich noch endlos laenger schreiben, aber das hebe ich mir fuer ein anderes Mal auf.

Cheers!
2.7.08 08:31


Ein Review der letzten drei Wochen - aus kuenstlerischer Sicht

Wie der aufmerksame Blogleser sicher bemerkt hat, finden sich jetzt unter "Links" (zu finden unten links - kleiner Scherz meinerseits) die Links zu meinem Myspace- und deviantART-Account.

Ansonsten habe ich bisher nicht viel vollbracht.
Mit Daniel bin ich oft singend durch die Strassen gezogen, doch unser Repertoire belaeuft sich leider nur auf die folgenden Lieder:
ASP - Und wir tanzten
Die Elenden - Auf der Reise
Subway to Sally - Kleid aus Rosen

Nicht wirklich viel, wenn man das mal in geraffter Form betrachtet. Und auch in der praktischen Anwendung reichten diese drei nicht einmal fuer einen Gang durch Brisbane.

Auch schriftstellerisch habe ich keine besonderen Spruenge getaetigt. Bis auf 40 Seiten (von 300) in meinem Tagebuch habe ich nur vier Seiten Lyrik und drei Seiten Prosa produziert.

Da ist die beste Anschaffung doch immer noch die Gitarre gewesen. Meine Fingerspitzen der linken Hand spuere ich nach einer Woche ueben kaum noch und die Naegel der rechten Hand lasse ich wachsen. Ansonsten bekomme ich langsam aber sicher etwas Melodie herein. Seltsamerweise klingt aber alles, was ich aus dem Holzkasten mit den Stahlsaiten herausquaele, unglaublich melancholisch. Und ich habe keinen blassen Schimmer, wieso. Vielleicht ist das Instrument kaputt oder ... aeh ... ach, who knows. Das wird schon werden!

Und die Arbeit hier ist recht einfach. Durch den Zivildienst habe ich mir ja schon eine gute Zaehigkeit zurechtgelegt und auch meine Ansprueche an Nahrung runterschrauben koennen. Mit anderen Worten: Es lebt sich nicht schlecht hier.

Und heute Abend Pubnacht!
3.7.08 09:59


Schlangen, Feuer und Daemonen

Inzwischen sind wir die stolzen Besitzer einer kompletten Campingausruestung. Dennoch kann man unsere Art des Campens nur mit dem Praefix Chaos gelten lassen. Das Leben auf der Strasse, fern von allen zivilisatorischen Lebensbereicherungen ist gar nicht so schlimm, wie ich es euch jetzt schildern werde. (Ehrlich!)
Unsere Reise wird vor allem durch Mangel an Schlafplaetzen bestimmt, da wir (leider) immer noch im bewohnten Part 'straliens sind, zur Zeit Townsville. Am Strand kann man nicht zelten, weil verboten; an Fluessen kann man nicht zelten, weil Krokodile. Unsere erste Nacht nach Bundaberg verbrachten wir in einem riesigen ausgetrockneten Dingsda. Bestimmend fuer jenen Ort war die unheimlich kafkaeske Atmosphaere. Staendig musste man Angst haben, dass irgendetwas geschehen wuerde. Und dieses waere niemals etwas in positive Richtung, ganz sicher. Dennoch ueberlebten wir (durch unsere eiserne Mentalitaet allein, natuerlich) die Nacht. Morgens fanden wir neben unserem Zelt Schlangenspuren. Ihr koennt euch vorstellen, was wir bei derem Anblick dachten. Wir dachten folgendes: "Jaa... Hmmmm..."
Die Nacht danach schlief ich und Daniel fuhr uns beide nach Ayr. Vorher hatten wir aber noch bei Nacht einen Wasserfall bei voelliger Dunkelheit besucht und seltsame Dinge gesehen. Zumindest hatte das Daniel, denn ich starb zu jener Zeit vor Hunger und versuchte waehrenddessen, mir eine Dose Spaghetti aufzumachen. Eine andere, aber nicht weniger beunruhigende Sache war, dass die Australier uns staendig Lichthupe gaben. Aber Daniel liess sich davon nicht beeindrucken und ich fuer meinen Teil schloss lieber die Augen. Denn schlafend stirbt es sich leichter. Unsere naechste Station war ein Rastplatz, der von Wickedcampern ("The sex in a WickedCampers is dirtier!") umlagert wurde, und an dem ich endlich meine Dose essen konnte, die ich die 60 Kilometer bis dorthin in der Hand hielt, weil Daniel an jenem Wasserfall einfach losfahren musste, bevor ich mit dem Oeffnen fertig war. Nun gut, aber wir ueberlebten auch dieses. Schlussendlich parkte Daniel unsere mobiles Mitsubishi-Lancer-Heim (silber) vor einem Woolworth-Supermarkt und liess es dort bis halb zehn stehen.
Den folgenden Tag in Ayr verbrachten wir suchend, aber nichts findend. Schliesslich zelteten wir einfach in einem Nationalpark. Pro Nacht 4,50 und mit Duschen usw. Dort huepften Wallabys herum und Truthaehne trotteten permanent um moegliche Nahrungsquellen. An sich war es dort aber ganz lustig. Nur muss ich Daniel noch beibringen, wie man kocht und das man gegebene Sanitaereinrichtungen auch maximal ausnutzt, wenn sie denn schon gegeben sind. Und so.
Unser Weg fuehrt uns jetzt weiter gen Norden, Richtung Cairns. Vielleicht ein neues Working Hostel und Mitte/Ende August dann zum Ayers Rock. Meinen Geburtstag feiern. Ha!

Hab euch lieb, dit Lunadings
9.7.08 05:38


'Australien ist klein'

...sagte jemand gestern zu mir. Ich bin sicher, dass wir noch eine Menge Leute hier wiedertreffen werden. Das Hostel war voller Deutscher und mit einigen habe ich mich gut verstanden.

Wir sind um einiges reicher inzwischen. Um Geld und vor allem um Erfahrungen. Ich habe sagenhafte 31 Stunden an zwei Tagen gearbeitet. Und dafuer 372 $ bekommen. Auf der Cairns Show. Riesig gross. Selbst ich als Berliner war ueberrascht. Ich arbeitete fuer Inder, die irgendwelchen Spielzeugscheiss verkauft haben. Bellende Huendchen, springende, Handtuecher, Muetzen, Spielkarten, Matroschkas usw. Anstrengend. Donnerstag 14 Stunden, Freitag 17. Und jeden Tag eine halbe Stunde Pause, die gerade mal gereicht hat, einmal einen Rundgang zu machen und die Leute aus dem Hostel an ihren Staenden zu sehen.
Auf alle Faelle war es eine Erfahrung. Interessant.

Und nun geht es bald ins Outback. Nach Alice Springs.

So long and thanks for all the fish!
20.7.08 06:29


Eine Liste von Dingen, die wir bisher ueberlebt haben:

Gemeingefaehrliche Strassen - Auf dem Weg nach Cape Tribulation, dazu noch ungeteert und nass
Herumklettern auf glitschigen Felsen - Am Ende der Welt + Cape Tribulation
Schlafen fuer 5$ in der Haengematte, weil alles im Hostel voll war - 'nuff said
Suizidkaenguruhs - Solche, die nachts einfach so auf die Strasse huepfen, so dass man mit dem Auto verdammt schnell manoevrieren muss
Vulkannationalparks - Aeh... ja
Kaltes Wetter und ekliger Wind beim Kochen im Outback - Auch das gibt es leider hier, aber die Nudeln haben wir trotzdem gegessen
Polizeikontrollen - Und natuerlich Pusten ins Roehrchen, weil Daniel mal wieder einen leicht abwesenden Eindruck erweckt haben muss
Fliegen - Nervige Dinger
Sintflutartiger Regen - Leider auch im Zelt
Uebernachtung in den Ruinen einer alten Uranstadt - Nunja

Dinge, die wir noch nicht ueberlebt haben:
Schluessel im Auto vergessen - Wer war daran schuld? Aeh... ich natuerlich! :D
25.7.08 09:20





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