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Hereinspaziert, hereinspaziert!

Die Vorstellung ist eröffnet!
Nur keine falsche Scheu und beachten sie den Affen da links vom Eingang bitte nicht.

Dies ist also mein Reiseblog. Faszinierend, finden Sie nicht auch?

Als Vorwort sei vielleicht einmal eine Erklärung angebracht.
Am 11. Juni des Jahres 2008 fliege ich auf die andere Seite unseres herrlichen Erdballs und führe meine Schreckensherrschaft von dort aus weiter fort.
Ein Jahr Work & Travel.

Hier wird also der Platz sein, an dem Sie (ja, genau SIE), werter Leser, sich an all dem Kram ergötzen können, den mir die Zensur am Ende aus dem Manuskript meines Buches streichen wird, welches ich danach darüber schreiben werde. Also le(e/h)rhafte Geschichten über Drogen, Sex und an unappetitlichen Möglichkeiten mehrere Wochen in der Wüste zu überleben. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal meine Eltern ganz herzlich grüßen, die auch mitlesen werden.

Da ich aber zur Zeit fern jedes Schlafs bin, werde ich wohl erst später Genaueres erzählen. Und dann auch etwas ausführlicher und - äh - vielleicht auch interessanter. Denn ich will mir ja nicht nette Leser vergraulen.

Auf demnächst!
10.6.08 04:28


Hey! Wir sind in Australien!

(Argl, ich merke gerade, dass ich das Ue, das Oe und vor allem das Ae vermissen werde!)

Hier waeren wir also. Bei uns ist es gerade zehn vor zwei, wolkenlos und angenehm warm. Aber ich sollte wohl erstmal der Reihe nach erzaehlen.

Abschiede sind eine schwere Sache, wenn man weiss, dass man geliebte Menschen fuer eine ganze Weile nicht mehr sehen wird. Da bleiben selbst meine ach so maennlichen Vorsaetze, die mir die Medien eingepruegelt haben auf der Strecke und auch ich heule. Um Menschen, die mir etwas bedeuten, weine ich. Wer das dumm findet, moege bitte sterben gehen. (: Dass mir so viele gezeigt haben, dass ich ihnen etwas bedeute, ging mir auf dem ersten Flug nach Frankfurt nicht aus dem Kopf. Und genau deshalb war es der einsamste und schwierigste von allen. Ich fuehlte mich schon wie am Ende der Welt. Aber in Frankfurt angekommen traf ich gleich Dennis und dann auch Daniel, der mit seinen Eltern gekommen war. Zusammen belagerten wir McDoof (auch wenn das mit der Nahrungsaufnahme bei mir noch nicht so recht klappen wollte) und darueber war ich recht gluecklich und dankbar dafuer.
Natuerlich ging es dann irgendwann los und wir sassen in der Maschine nach Hong Kong. Das Essen war gut, die Sitze bequem - keine Gruende, sich zu beschweren.
Nach knapp zehn Stunden waren wir dann dort. Ein Blick nach draussen zeigte uns ein verregnetes China, das eher kalt aussah.
Gleich beim Rausgehen sprach uns ein Typ mit einem Zettel, auf dem viele Transferfluege (auch unserer nach Brisbane) standen an, dass es am Main Office Desk E2 Informationen wegen unserem Pass oder so geben solle. Wir waren verwirrt. Die Leute nach uns auch, weshalb sie uns einfach folgten. Aber erfolglos. Also fragten wir nach. Mitarbeiter, die Information, die Dame an der Schlange der "Visitors". Und wir bekamen jedesmal eine andere Antwort. Zuerst erfuhren wir, dass wir gar nicht in die Stadt duerften, sondern die zehn Stunden bis zu unserem Flug im Flughafen warten muessten. Frustrierend. Irgendwann fanden wir dann den Schalter unserer Fluggesellschaft, packten dem das Ticket vor die Nase und bekamen gesagt, dass wir doch die Stadt besichtigen sollten und dann wiederkommen sollten, da ja noch so viel Zeit sei. Wir erfuhren, dass wir leidglich einen kleinen Zettel ausfuellen muessten, den in unseren Pass packen und dann durch das "Visitors"-Ding gehen muessten. Was wir dann taten. Und durchkamen, alles problemlos. Der Zug in die Stadt brauchte 24 Minuten. Daniel wollte danach raus an "die frische Luft". Sein Schock war gross, als er von der klimatisierten Atmosphaere des Bahnhofs in die regenzeitlich schwuele Hong-Kong-Luft wechselte, die eine schicke Temperatur von ueber 30 Grad hatte.
Aber die Stadt war wirklich huebsch anzusehen. Schon vom Zug aus sah man die Wohntuerme, die eher einer duesteren Zukunftsvision entsprungen schienen, denn einem Architektenhirn. Jeder Zentimeter Boden wurde ausgenutzt, Strassen gingen die Berge hoch, Wege ueberzweigten die Autobahnen, Fussgaenger wurden auf Rolltreppen in hoehere Regionen transportiert. Und die Gebauede verdeckten den Himmel. Beeindruckende Szenerie. Unsere Suche nach einem traditionellen Restaurant war erfolglos. Italiener, Spanier, Inder, Libanesen, Thailaender usw. Am Ende assen wir Pizza. Nach kurzer Zeit verloren wir die Lust an der Stadt und fuhren wieder zum Flughafen zurueck, wo wir dann auf unsere Maschine nach Australien warteten. Inzwischen hatte ich mich schon mit Buechern eingedeckt. "Norwegian Wood" (Naokos Laecheln) von Haruki Murakami und "The Book Thief" (Die Buecherdiebin) von Markus Zusak. Wobei hier anzumerken sei, dass die Papierqualitaet mit der deutschen null zu vergleichen ist. Um 23:30 Ortszeit startete dann unser Flugzeug im stroemenden chinesischen Regen. Von meinem Fensterplatz konnte ich ein Gewitter ueber der lichtergluehenden Stadt beobachten, bis dann nach dem Essen Schlafen angesagt war.
Kurz vor Australien wurde ich wieder wach, mampfte mein Zeug, was die Stewardess mir in Ermangelung eines Fruehstuecks gebracht hatte und konnte diesen leeren Kontinent zum ersten Mal begutachten. Wenig Baeume, fast keine Zivilisation, wenig Berge und generell sehr ungewohnt. Aber fuer ein Jahr wuerde er unsere Heimat sein. Dieser unbekannte Kontinent.
In Brisbane war dann doch etwas mehr Zivilisation. Durch die Quarantaenezone schafften wir es ebenfalls ohne Probleme. Und da waren wir jetzt: In Australien. Ohne Probleme, mit all unserem Gepaeck und verdammt gluecklich. Ungefaehr zehn Minuten lang, bis wir dann merkten, dass wir kein Wort von dem verstanden, was die Australier sagten. Sicher, sie sprachen Englisch, aber man verstand es einfach nicht. Unsere Bahnkarte kauften wir dann doch lieber am Automaten und fuhren in die Stadt.
Hostel fand sich schnell und Schlaf dann meinerseits auch. Da wir noch ab Montag zehn Tage warten muessen, bis unsere Steuerkarte da ist, koennen wir hier nicht viel machen, ausser uns zu beschaeftigen. Gestern Nacht waren wir deshalb auf einer Gruftiparty (oder so) in der Stadt. Aber von lange feiern haben die noch nichts gehoert, weil um 2 schon wieder Schluss war. Der DJ bekam etwas Kultur von mir, indem, ich ihm meinen Mp3-Player mit deutscher Musik zum Kopieren gab. Interessanterweise kannte er vieles davon und war auch sonst deutscher Gruftimusik gegenueber positiv eingestellt. Und die meisten der Leute konnten bruchstueckhaft Deutsch, was sie fuer uns zusammenkratzten. Das war lustig. (:
Unser Hostel haben wir bis Montag gebucht, dann suchen wir uns ein neues ausserhalb der Stadt. Oder zumindest am Rand, so dass wir unsere Ruhe haben. Hier ist alles ziemlich teuer, deshalb ernaehren wir uns billig von Fertignudeln, die wir in Chinatown gekauft haben. Wenn wir dann in zehn Tagen unsere Zeug und ein Auto haben, duesen wir einfach los. Daniel hat sich schon eine schicke Route rausgesucht und die nehmen wir dann. In dem Jahr einmal an der Kueste entlang und zum WGT puenktlich in Leipzig sein, direkt in ein Willkommenscamp (was dann euer Part sein wird, das zu organisieren :p), das ist der grosse Plan.

Ja, das koennte sogar klappen!

Luna
15.6.08 05:58


Sozialer Abstieg und keine Bilder aus Hong Kong

Am liebsten wuerde ich jetzt richtig auftrumpfen und die Fotos der zyklopischen Haeusercanyons aus Hong Kong hochladen, aber das Kartenlesegeraet vertraegt sich nicht mit dem Computer hier.
Die meisten Erledigungen, die einen gewissen Grad an Wichtigkeit besitzen, haben wir schon bewaeltigt. Was bedeutet, dass wir einen Visumsaufkleber mit einem Kaenguruh in unserem Pass haben, bald eine Accountkarte der Commonweakth-Bank geschickt bekommen und ich irgendwann in ferner Zukunft auch eine Tax File Number. Alles problemlos verlaufen.

Inzwischen haben wir unser Hostel gewechselt. Wir sind im Brisbane Backpackers Resort gelandet. Nicht nur, weil die Eingangshalle so toll nach frischgewaschenen, dunklen Haaren riecht, nein, sondern weil es ein ganzes Stueck billiger ist. Dafuer ist es ausserhalb der City (die so klein ist, dass man in ein paar Minuten durchgelaufen ist - erschreckend fuer einen Berlin-Gewohnten) und wir teilen unser Zimmer mit vier anderen Typen. Enttaeuschend, wenn man bedenkt, dass das auch vier Maedels sein koennten, denn Geschlechtertrennung ist bei dem Preis nicht drin: 150$ fuer eine Woche. Internet ist auch verdammt teuer. Eigentlich ist hier alles teuer!

An die Entbehrungen habe ich mich schon - entgegen der Gehirnwaesche meiner Eltern, die besagte, dass ich das nie hinbekommen wuerde, weil ich viel zu verwoehnt sei - gewoehnt. Morgens Cornflakes, mittags, wenn wir mal gut zu uns sein wollen, etwas Warmes und abends je nach Laune. Ich fuer meinen Teil esse nicht viel, aber ich lese oder schreibe ja auch lediglich den ganzen Tag. Gerade braet Daniel die Chicken-Cheese-Dinger, die ich heute frueh aus dem australischen Aldi-Aequivalent erjagt habe.

So wirklich Ruhe hat man hier nicht. Ueberall laeuft Musik, rennen Leute rum und was weiss ich. Und Daniel sagt mir gerade, dass Essen fertig sei, yeah! Aber mir bleiben noch knapp sieben Minuten zum Schreiben. Hm.
Heute werden wir uns nach einem Auto umsehen. Mein Anteil wird sich wohl auf 900 Dollar belaufen. Dann noch eine Gitarre in einem Instrumenteladen genommen, ein paar Buecher ins Gepaeck, Bier und nichts haelt uns auf! Der Australian Zoo ist unser naechster Anhaltspunkt.
Vorher gehen wir aber noch auf ein Metal-Konzert (mit 80 Dollar arschteuer) und schuetteln die Haare am Freitag. Und am Samstag nochmal Gruftiparty irgendwie. Wir werden sehen.
Da ich nicht mehr ganz so viel Geld habe (nur noch die Cheques und der Kram auf dem Konto), werde ich wohl nicht umhin kommen, zu arbeiten.
Achmist. :/

Auf demnaechst, Luna

(Ganz am Rande: Ich freue mich wie ein Bekloppter ueber jeden Kommentar!)
19.6.08 03:52


Eine kleine Studie ueber das Konzertverhalten der Australier

Da uns unsere Langeweile ziemlich auf unsere deutschen Kekskoepfe geht, verschlug es uns auf ein australisches Konzert einer Band, die aus Nordeuropa kommt. Oder so. Man moege mich jetzt fuer meine Unwissenheit schlagen, aber da alle Haende ausser Reichweite sind, juckt mich das recht wenig.
Zum einen soll angemerkt sein, dass die Konzerte hier drueben rar und deshalb ordentlich teuer sind. Und genau deshalb wird sich ordentlich herausgeputzt fuer solch ein seltenes Event: So ca. 95% der Wartenden trug Shirts der Metal-Band Children of Bodom, die die Ehre zuteil wurde, dass wir ihr Konzert besuchten.
Wir setzten uns nach deutscher Manier einfach vor die Tuer der Halle. Doch ein Maennchen der Spezies homo aussie vertrieb uns mit seinen genuschelten Lauten, die wir nach einigem Nachfragen mit "Are you gay or something?" uebersetzen konnten und dann Gewahr wurden, dass wir uns hinten an der Schlange anstellen sollten. Hilfe! Da vermisst man wirklich Deutschland, wo das Gesetz des Staerkeren gilt! (Was wohl der Grund sein mag, warum ich fuer gewoehnlich erste Reihe Mitte stehe.) So ein Unsinn wie Schlangen vor Konzerten kann es doch wirklich nur in einem Land geben, in denen man nicht einmal auf offener Strasse trinken darf!
Dafuer wurden wir aber beim Einlass nicht kontrolliert, wie man es daheim gewohnt ist.
Das Konzert an sich war relativ huebsch, brutal und so weiter. Ich kam zum ersten Mal in den Genuss eines Circles. Der Australier ist auf seinen Konzerten noch weitaus egomaner als der Deutsche. Da wird hoffnungslos vorgedraengelt, auch wenn die Rippen schon knacken. Und ruecksichtslos auf Fuesse getrampelt und Leute beiseite geschubst, die im Weg stehen. Wenn nur alle halbe Jahre ein Konzert ist, muss man natuerlich gnadenlos sein.
Headbangen scheint hier nicht wirklich bekannt zu sein. Auf den Raengen oben (obwohl der Club verdammt klein war, gab es die) schuettelte niemand die Haare. Ueberhaupt hatten vielleicht gerade mal die Haelfte der Konzertbesucher eine Maehne.
Aber wir hatten Spass und das ist die Hauptsache! (:

Da nun meine Zeit gleich ablaeuft, muss ich Schluss machen und bedanke mich fuer die lieben Kommentare!

Luna, far far away
20.6.08 16:13


Der Weg nach Norden

Daniel sucht gerade heldenhaft ein Auto und wird (wenn er den Linksverkehr ueberlebt) mit einem hier eintrudeln. Als Belohnung bekommt er von mir ein Violinenbuch. Ratet mal, wozu er das braucht... :>
Ich werde mir dann diese eine Gitarre holen und nichts haelt uns mehr auf! Die Eroberung dieses Kontinents geht dann morgen los, nachdem wir ausgecheckt haben. Gen Norden. Ins Warme. Denn hier ist es mir echt zu kalt. Es regnete sogar widerlicherweise! Und wir streben Farmarbeit entgegen, die wegen gefaehrlicher Tiere nicht nur gefaehrlich - sondern auch total unterbezahlt ist. Yeah!
Ich werde Fotos machen, schreiben und natuerlich Musik aus den Instrumenten herausquaelen. Und ihr koennt mir eure Adresse schicken, damit ich euch Postkarten schicken kann. :)
An: lunacyfreak(AT)gmx.de (natuerlich mit @ statt (AT), ich wollte nur Spam vermeiden)
Und meine Handynummer: +61437776325

Und um mal ein wenig Kultur hineinzubringen, mein Gepaeck:
Haruki Murakami - Norwegian Wood (389 Seiten, ausgelesen)
Haruki Murakami - Kafka on the Shore (505 Seiten)
F. Scott Fitzgerald - The Great Gatsby (115 Seiten, angefangen)
Cormac McCarthy - The Border Trilogy (1037 Seiten)
Douglas Adams - The Hitchhiker's Guide to the Galaxy (180 Seiten, ausgelesen)
Terry Pratchett - The Amazing Maurice and his Educated Rodents (270 Seiten)
Nick Hornby - About a Boy (278 Seiten)
Markus Zusak - The Book Thief (554 Seiten, ausgelesen)
Truman Capote - Music for Chameleons (240 Seiten)
Zusammen sind das... aeh ... viele Seiten, die mich die naechste Zeit begleiten werden. Natuerlich neben erbaermlichem Gesang, Gitarren- und Geigenspiel.

Das wird. <:
25.6.08 08:50





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